Der Elektro-Motorroller hat einen elektrischen Antrieb, dessen Energieversorgung durch einen Akku erfolgt. Das Prinzip ist nicht neu, bereits 1911 wurde das erste elektrobetriebene Zweirad hergestellt. Bekannte Hersteller wie z.B. Puch und Peugeot stellten bereits seit den 50er Jahren immer wieder elektrobetriebene Motorroller her und das Modell Peugeot ScootElec gab es bereits von 1995 bis etwas 2005. Das Angebot an Elektro-Motorrollern, die auch als Elektro-Scooter bezeichnet werden, ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Je nach Akku beträgt die Reichweite zwischen 50 und 100 Kilometern und die Elektro-Motorroller erreichen Geschwindigkeiten zwischen 45 bis über 80 Kilometer in der Stunde.

In China sind diese Fahrzeuge schon länger sehr beliebt und im Jahr 2006 wurden z.B. in China mehr Elektrofahrzeuge als Benzinfahrzeuge verkauft. Die Elektro-Motorroller haben in China das übliche Fahrrad ersetzt. In den westlichen Ländern und auch in Deutschland ist die Nachfrage nach Elektro-Motorrollern erst in den letzten beiden Jahren stark angestiegen.

Die Elektro-Motorroller haben die typische Form eines Motorrollers und zwar, eine Rahmkonstruktion mit einem Fußraum hinter dem Vorderrad. Dadurch sitzt der Fahrer auf einer Sitzbank und hat keine reitende Sitzhaltung, wie sie für ein Motorrad typisch ist. Die Elektro-Motorroller besitzen allerdings größere Räder, als die normalen Motorroller, deren Räder sehr klein sind. Die größeren Räder geben dem Fahrer mehr Sicherheit und Fahrstabilität. Angeboten werden von den diversen Herstellern verschiedene Elektro-Motorroller. Das typische Modell ist der Elektro-Motorroller mit einer verkleideten Chassiskonstruktion und einer Sitzbank für eine oder zwei Personen. Außerdem werden klappbare Elektro-Roller als Stehroller oder mit einem Sitzsattel für eine Person angeboten. Auch im Angebot ist ein klappbarer Elektro-Roller als Stehroller, der sehr leicht ist und unter 10 Kilogramm wiegt. Der Vorteil dieser Roller ist zum Einen, dass sie leise sind und zum Anderen, dass sie kein Benzin benötigen und dadurch keine Abgase produzieren. Die Verschleißteile beim Elektromotor sind geringer und er hält dadurch bedingt auch länger. Für 100 Kilometer fallen Stromkosten in Höhe von etwa 80 Cent an. Je nach Leistung des Elektro-Motorrollers muss der Fahrer, wie auch bei den Motorrollern, einen Führerschein der Klassen M oder B bzw. A1 haben und kann bereits ab einem Alter von 16 Jahren mit einem Elektro-Motorroller fahren.